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BSWW.de: Schwartz, ungesüßt... - Backlash 2009
Von Michael Schwartz
Montag, 27. April 2009
Hallo liebe Leser und ein herzliches Willkommen zu Schwartz, ungesüßt... Das katastrophale WrestleMania-Jubiläum liegt gerade einmal drei Wochen zurück und ich habe das alles bis auf ein Match schon so verdrängt, dass es sich wesentlich länger anfühlt. Ein wirksamer Schutzmechanismus, denn nach WrestleMania XXV hatte ich wirklich gar keine Lust mehr auf Sports Entertainment. Glücklicherweise kam die Begeisterung für die zweitschönste Nebensache der Welt dann doch langsam wieder zurück und ich saß auch gestern wieder mitten in der Nacht bei Backlash 2009 vor der Glotze und jetzt nach wenigen Stunden Schlaf vor dem PC. Auch wenn immer noch nicht alles Gold war, was glänzt, so ist für mich doch ein Aufwärtstrend zu erkennen gewesen. Wie hat es WWE also geschafft, doch wieder Interesse für ihr Programm zu generieren? War das nur kurzfristig und beim PPV Backlash hat man erneut alles falsch gemacht? Oder ist nach dem Debakel von WrestleMania XXV wieder ein ansehnlicher PPV gelungen? Die subjektive Antwort auf diese Fragen findet ihr in den folgenden Zeilen.
Dabei findet ihr die Gedanken zu jedem Match wie gewohnt in vier Abschnitte gegliedert vor: Zunächst gehe ich auf den Aufbau des Matches vor dem PPV ein. Dann folgt eine Analyse des Matches selbst. Nach einem Ausblick, wie es mit den Kontrahenten weitergehen könnte, folgt noch eine abschließende Punktebewertung des Matches. Diese reicht von 1 (I faked everything) bis 10 (You still got it). Aber nun genug der Einführung, ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

Zunächst einmal aus aktuellem Anlass ein kleiner Warnhinweis: Da es in dieser Kolumne (wie in allen Kolumnen) um vergangene Ereignisse geht, sollte man sie sich nicht durchlesen, wenn man Ergebnisse und Entwicklungen selbst miterleben will und dies noch nicht getan hat. An die vermutlich 99% unserer Leser, denen das bereits klar ist und die sich deshalb auch nicht beschweren, wenn sie in einer Kolumne PPV-Ergebnisse mitbekommen, sorry, dass ich es explizit erwähnt habe. Wird nicht wieder vorkommen.

Premiere hat es tatsächlich endlich geschafft und sendet die PPVs in 16:9. Wie man schon bei Armageddon 2008 sehen konnte, ist hier die Bildqualität einfach wesentlich besser und rechts wie links gibt es mehr Bildinformationen.

Die WWE scheint übrigens Gefallen gefunden zu haben an der Kommentatoren-Trio-Lösung mit Jim Ross, Michael Cole und Jerry Lawler. Die drei machen ihre Aufgabe zwar recht gut, aber dennoch ist es schade, dass man den jungen Nachwuchs-Announcern um Matt Striker, Todd Grisham und Josh Matthews nicht die Chance gibt, sich auch bei PPVs zu beweisen.

ECW Championship
Jack Swagger © vs. Christian


Der Aufbau: Besonders viele titelwürdige Main Eventer gibt es bei ECW leider nicht und so haben wir dieses Match bereits einmal in diesem Jahr bei der wöchentlichen TV-Show betrachten können. Es passiert selten bei den Weeklys, aber diesen Kampf zwischen Christian und Jack Swagger habe ich mir gleich darauf sogar noch ein zweites Mal angeschaut. Das waren 10/10 und ein Kandidat für das TV-Show-Match des Jahres. Zu diesem zweiten Titel- und dritten Singles-Match der beiden kam es dank der von Neu-General-Managerin Tiffany ins Leben gerufenen Title Chase. Hatte sie gut bei ihrem Vorgänger Teddy Long abgeschaut und ist ein ganz nettes Mittel, um so ein Titelmatch einzuleiten. Vier Teilnehmer gab es an dieser Jagd: Christian, Finlay, Tommy Dreamer und Mark Henry. Letzterer wurde gleich im ersten Match, einem Fatal Four Way, per Shillelagh Schlag und anschließendem Pin durch Finlay eliminiert. Finlay zerstörte eine Woche später auch die Titelhoffnungen von Tommy Dreamer (dessen Rücktritts-Storyline auch gar nicht mehr erwähnt wird) per Celtic Cross. Das Finale in der Title Chase bestritten also der Ire und Christian. Leider verschenkte man viel Potential, indem man den vielversprechenden Kampf in fünf Minuten bei der Debüt-Ausgabe von Superstars abhandelte. Ein 20-Minuten-Kampf bei ECW on SCI FI hätte sicherlich zu begeistern gewusst, aber andererseits ist es auch verständlich, dass man so der neuen Show Superstars etwas an Bedeutung zukommen lassen wollte. Christian siegte per Killswitch und war so No.1 Contender. Bei der letzten ECW-Show vor dem PPV kam es mal wieder zu einer Vertragsunterzeichnung oder anders gesagt: zu einem Aufeinandertreffen, das immer nur in Brawls enden kann. So war es auch hier. Swagger meinte, Angst bei Christian zu erkennen und dieser klärte Jack darüber auf, dass es unzählige Wege gebe, sich über den aktuellen ECW Champion lustig zu machen. Swagger ließ sich provozieren und hämmerte Christian per Gutwrench Powerbomb durch einen Tisch, womit er vor dem PPV den letzten Lacher auf seiner Seite hatte, was jedoch meistens ein schlechtes Zeichen für einen Sieg bei der Großveranstaltung selbst ist. Ein schlechtes Vorzeichen war in diesem Fall auch, dass es das ECW-Match des PPVs war und die ja bekanntlich gerne mal stiefmütterlich behandelt werden. Nichtsdestotrotz freute ich mich tierisch auf dieses Aufeinandertreffen und hoffte inständig auf mindestens 15 Minuten.

Das Match: Swagger legte hier dominant los und bewies, dass er eine ideale Mischung aus Kraft und Beweglichkeit auf der Matte zu bieten hat. Ich bin eigentlich schon seit dem Start seines Runs ein großer Fan von Swagger und seinem Stil, kann es aber auch irgendwie verstehen, wenn man heutzutage als junger Fan nichts mehr mit dieser Kampfweise anfangen kann. Schade ist es trotzdem, denn Swagger ist für mich im Ring der wohl beste WWE-Neuling seit Jahren und würde dafür ein paar mehr Reaktionen aus dem Publikum verdienen. Wie gewohnt war das heute nicht so sehr der Fall, aber dafür scheint Christian beliebter denn je zu sein und sorgte dann doch dafür, dass das Publikum das Match nicht ganz ignorierte. Swagger hatte lange Zeit immer eine Antwort auf die Aktionen von Christian (so z.B. als er dessen typischen Kick zwischen den Seilen reaktionsschnell abfing) und wurde clever dargestellt. Nach einiger Zeit wurde ein richtig packender, offener Schlagabtausch aus der Sache, der nach elf Minuten leider ein bisschen zu früh beendet wurde. An dieser Stelle mit einigen Nearfalls konnte man nämlich so richtig schön mitfiebern. Das Finish mit den abgerissenen Turnbuckle-Polstern auf beiden Seiten, wobei der Referee nur die Aktion von Jack Swagger bemerkte, war gut gemacht, auch wenn die Verschleierungsaktion von Christian im Anschluss daneben ging. Das Polster wollte einfach nicht mehr halten. Mit dem Killswitch gab es den ersten Titelwechsel des Abends und trotz meiner Sympathien für Swagger, konnte ich mich auch für Christian freuen. Unfreiwillig witzig war hier mal wieder Michael Cole, der erst überlegte, die Erfolge von Christian bei TNA ganz totzuschweigen, dann aber doch die Kurve bekam: „It’s Christian’s first Gold in five Years… (Pause) … in the WWE.“

Wie geht es weiter? Christian bekommt mit diesem Titelgewinn doch die Chance, seinem größten Kritiker Vince McMahon zu beweisen, dass er als World Champion einen Brand anführen kann, auch wenn es erstmal „nur“ die ECW ist. Ein Rematch für Swagger wird es bei Judgment Day, der auch nur drei Wochen entfernt ist, sicherlich geben und ich hoffe, man verbrät es nicht schon früher in einer der Weeklys. Da Christian hier vermutlich Champion bleibt, dürfte für Extreme Rules ein neuer Gegner auf ihn warten. Erinnert sich noch jemand an die schon kurz nach ihrem Start vollkommen unerwähnte Abschieds-Storyline von Tommy Dreamer?! Möglicherweise schickt Christian das letzte verbleibende ECW-Original beim ehemaligen One Night Stand in Rente und muss sich dann einem der Monster von ECW widmen (Henry, Kozlov). Jack Swagger, der in den letzten Wochen deutliche Verbesserungen in Sachen Micwork, Ausstrahlung und Interaktion mit den Fans vorweisen konnte, dürfte dieser Titelverlust ein wenig ausbremsen und es wäre wichtig, dass man ihm gleich ein anständiges Folgeprogramm gibt, wenn seine Fehde mit Christian tatsächlich wie von mir vermutet nicht in einem weiteren Erfolg als ECW Champion endet. Mit Finlay hat er ja schon einige Schlachten geschlagen, aber jetzt da dessen nerviger Zwerg zu RAW gedraftet wurde, könnte ja hier mal eine ernstzunehmende, harte Fehde draus werden ohne Comedy-Kobold. Alternativ wäre auch ein Newcomer-Duell zwischen Swagger und Evan Bourne denkbar. Letztlich sollte Swagger aus der kommenden Fehde aber als Sieger hervorgehen, um ihn wieder zu stärken und nicht nach seinem blitzschnellen Push zu Anfang seines WWE-Runs fallen zu lassen.

Fazit: 8,5/10

Evan Bourne, Finlay und Tommy Dreamer gratulierten Christian backstage und dann kam es endlich zu einer Szene, die ich schon seit Christians Comeback herbeigesehnt habe: das Aufeinandertreffen mit Edge. Kurzes, aber fantastisches Wortduell darüber wie Edge sich im Vergleich zu alten Zeiten dank John Cena zum Negativen gewandelt hat. Als absoluter Fan der beiden seit ihren Tagen als E&C natürlich schön zu sehen, wenn auch leider nur kurz, aber trotzdem rief es ein Grinsen bei mir hervor. Meine Güte, was wäre eine Fehde der beiden um einen der World Title göttlich.

Ricky “The Dragon Steamboat vs. Chris Jericho

Der Aufbau: Er war wohl die einzige positive Überraschung, die wir bei der Jubiläumsausgabe von WrestleMania zu sehen bekamen: Ricky „The Dragon“ Steamboat. Nachdem sich seine Legendenfreunde durch Fett und Lethargie blamierten, drehte er richtig auf und rettete gemeinsam mit Chris Jericho die Schlussphase des Handicap Matches. Eine Wahnsinns-Leistung für einen 56-Jährigen, der immer noch topfit erschien. Beim anschließenden RAW durfte Steamboat als Belohnung in einem 10 Men Tag Team Match ran und das Publikum quittierte sein Engagement mit „You still got it!“-Chants. Sicherlich waren diese auch der Grund dafür, dass man sich backstage überlegte, Steamboat noch einmal auf Jericho treffen zu lassen, dieses Mal allerdings in einem Einzelmatch. Vince macht tatsächlich einmal etwas, das die Fans initiiert haben, unglaublich. Eine Woche geschah nichts – vielleicht mussten die Booker doch noch einiges an Überzeugungsarbeit leisten – dann unterbrach Steamboat die RAW-Abschieds-Promo von Jericho, woraufhin ihn dieser zu einem Match bei Backlash herausforderte. The Dragon nahm an und so musste Jericho vor seinem endgültigen Wechsel zu SmackDown noch eine Runde mit einer Legende ausfechten. Bekannterweise fand ich bereits die Ansetzung des Legenden-Matches bei WrestleMania XXV ziemlich lächerlich und die ersten Minuten bestätigten meinen Eindruck. Bis eben Ricky Steamboat den Ring betrat und meine Meinung ändern konnte. So freute ich mich im Falle von Backlash sogar auf das Match zwischen Jericho und The Dragon. Wie es konditionell um Steamboat stand, konnte man natürlich nicht sagen und daher auch nicht wissen, ob das Spektakel besonders ausgeprägt sein würde. Allerdings konnte man sich auf technisch sauberes Wrestling freuen und wusste, dass hier nicht noch einmal so ein unwürdiges Geplänkel stattfinden würde. Am Aufbau an sich konnte man auch nicht viel aussetzen (höchstens die eine Woche Komplettpause durch den Draft), denn die Vorarbeit wurde bereits vor WrestleMania geleistet und ein Einzelmatch erschien logisch, verdient und plausibel.

Das Match: Sympathisch zu sehen war, dass Ricky Steamboat sich bei den erneut zurecht aufbrandenden „You still got it“-Chants ein Lächeln nicht verkneifen konnte. Wenn man sieht, wie agil The Dragon in seinem Alter noch Armdrags springt, Planchas aus dem Ring zeigt oder sich am Seil hängend in das Geviert zurückhangelt, muss man sagen, er bekommt diese Anerkennung vollkommen zurecht. Auch wenn er nach zwei Minuten schon ordentlich pumpte, hielt er dauerhaft auf dem selben Niveau durch und begeisterte immer wieder mit sauberen Aktionen wie dem Side Superplex, einem Powerslam oder dem Flying Crossbody. Nur den Figure Four Leglock als kleine Ehrerbietung für seinen alten Rivalen und Weggefährten Ric Flair, versaute er ein bisschen. Chris Jericho trug als perfekter Heel mit viel Trash Talk und arrogantem Gehabe seinen Teil zu einem erstklassigen Match bei. Das Publikum war leider extrem lahm an dieser Stelle und das obwohl Triple H und Randy Orton noch gar nicht zu sehen waren. Steamboat durfte sogar per Ropebreak aus dem Codebreaker entkommen, den er vom Seil fliegend wirklich perfekt verkaufte, und sich aus den ersten Walls of Jericho befreien. Als dann der Einroller von Ricky aus dem Bodyslam-Versuch seines Gegners heraus kam, dachte ich, die Sache wäre gelaufen. Wäre eine schöne Reminiszenz an eines der besten WrestleMania-Matches aller Zeiten zwischen Steamboat und dem Macho Man Randy Savage (WM III) gewesen. Chris Jericho beendete die Sache dann standesgemäß mit den Walls of Jericho, die er beim zweiten Mal sehr hart durchzog und somit das Match nach genau richtig gewählten zwölf Minuten gewann. Er ist definitiv der richtige Sieger, denn The Dragon hat allein schon durch seine fabelhafte Leistung auf ganzer Linie gesiegt. Das dachte sich wohl auch Chris Jericho und verließ interessanterweise ohne groß zu feiern den Ring, den er Steamboat überließ. Dieser bekam noch einmal Standing Ovations und ich kann mich dem „We’re proud of you, Ricky“ von Jim Ross nur anschließen.

Wie geht es weiter? Chris Jericho geht trotz anfänglicher Skepsis ob der Ansetzungen gegen alternde Stars gestärkt aus der Legenden-Fehde hervor. Als Heel hat er etwas sehr wichtiges für seine Figur gemacht, nämlich Worten Taten folgen zu lassen. Lob auch hier an WWE, nicht aus nostalgischer Verklärtheit die Legenden gewinnen zu lassen, sondern auf ihren Superstar des Jahres 2008 zu setzen. Steamboat hat es noch einmal allen gezeigt und darf gern wiederkommen, wenn er sich weiter auf diesem Niveau bewegt und gute Kurzzeit-Fehden für ihn geschrieben werden. Erstmal dürfte er aber aus den Shows verschwinden und das ist auch gut so. Nicht weil er enttäuscht hat, sondern weil er mit einem wunderbaren Eindruck abtritt und angesichts der vielen Stars einfach kein Platz ist im aktiven Roster. Ich denke, das weiß ein alter Hase wie The Dragon selbst und geht nun mit zurecht geschwellter Brust weiter seiner Arbeit als Road Agent nach. Chris Jericho geht wie schon erwähnt gestärkt zu SmackDown, wo viele neue interessante Aufgaben und Fehden auf ihn warten. Bei Houseshows trat er schon einige Male um den Money-in-the-Bank-Koffer gegen CM Punk an, dem er so auch helfen könnte, als ernstzunehmender World-Title-Aspirant dazustehen. Sollte Jeff Hardy bei WWE bleiben, wäre auch dieser ein passender Kandidat für eine spannende Uppercard-Fehde mit temporeichen, tollen Matches. Oder doch lieber die schon länger gemunkelte Fehde gegen Rey Mysterio um den Intercontinental Championship? Mögliches Highlight-Programm – auch als indirekte Fortsetzung seines Hasses gegen Legenden – wäre natürlich eine Konfrontation mit dem Undertaker, auf die sich wohl jeder Wrestling-Fan wie ein kleines Kind freuen dürfte. Eine Fehde mit Potential die beste des Jahres zu werden, auch wenn sie noch nicht einmal angefangen hat. Man sieht aber, dass der Wechsel von Chris Jericho zu SmackDown zum genau richtigen Zeitpunkt kam und viele neue, attraktive Möglichkeiten offen stehen.

Fazit: 8,5/10

Als ob die Kiss Cam nachher nicht schon genug verschwendete Zeit ware, bekam Santino Marella auch noch ein weiteres Backstage-Segment. Wie immer ganz unterhaltsam, als Beth Phoenix offiziell mit ihm Schluss machte und Santino meinte: „I faked every… you know what.“ Unterdessen scheint der Face-Turn von Beth in vollem Gange zu sein und Gott sei Dank gibt es mit ihr in der WWE wenigstens eine Person, die offen anspricht, dass Santina und Santino die selbe Person sind. Das andere Geplänkel wirkt doch immer recht lächerlich.

CM Punk vs. Kane

Der Aufbau: Fünf Matches und ein lächerliches Segment waren eine Woche vor dem PPV für die Card angekündigt und weil es keine weitere aktuelle Fehde gab, sah es auch so aus, als würde dies so bleiben. Denkste, schließlich sind die Leute von WWE Meister im kurzfristigen Dahinrotzen von unerklärlichen Fehden. In diesem Fall hat man sich CM Punk und Kane für diese unrühmliche Aufgabe ausgesucht und statt direkt nach WrestleMania XXV mit dem Aufbau zu starten – der Grund hätte sein können, dass CM Punk direkt vor dem Abhängen des Money-in-the-Bank-Koffers Kane von der Leiter gekickt und diesem damit den Sieg gekostet hat – hat man bis sechs Tage vor dem PPV gewartet und hektisch etwas zusammengeschustert. Ein Singles Match bei RAW entschied Punk dabei lächerlicherweise in zwei Minuten für sich. Schonmal eine gute Basis für sinnvolles weiteres Booking, wenn einer der Fehden-Teilnehmer gleich so demontiert wird. Daraufhin wurde das Match für Backlash einfach so und ohne jegliche Promos oder Erklärungen festgesetzt. Meint WWE, dass man damit Interesse für einen PPV generieren kann?! Jedenfalls gab es noch zwei Tag Team Matches mit den Streit(?)hähnen (bei Superstars und SmackDown), wobei Kane in beiden die Oberhand behielt: Einmal weil er Punk nach dem Chokeslam selbst pinnte und einmal weil sein Partner Matt Hardy den Partner von CM Punk, Jeff Hardy, einrollte. Somit war der Tisch für Backlash gedeckt, wenn auch äußerst spärlich. Hätte man die Zeit nach WrestleMania nicht nutzen können, um wenigstens den Koffer von CM Punk einzubeziehen oder zumindest mal eine Promo abzuhalten, warum die beiden denn jetzt plötzlich ein PPV-Match bekommen?! Naja, zumindest konnte man vom Match im Vorfeld solide sieben bis zehn Minuten Wrestling erwarten und das ist ja auch gar nicht mal so schlecht, wie wir seit Kid Rock, Santina Marella, JBL/Rey und einem gestrichenen Match bei WrestleMania wissen.

Das Match: Punk zeigte eine interessante und für seine WWE-Zeit ungewohnte Anfangsoffensive, als er Kane per Armbreaker über das Seil hängend oder mit einem Knee Drop gegen den stehenden Gegner zusetzte. Auch Kane war nicht so konventionell wie immer und überraschte damit, dass er CM mit einem Baseball Slide gegen den Ringpfosten beförderte. Punk ging immer wieder gegen den Arm vor und Kane bewies mehrere Male seine Widerstandskraft, z.B. als er sich per Sidewalk Slam aus so einem Armbreaker befreite. Es entwickelte sich ein grundsolides und unterhaltsames Match. Ich dachte mir schon, dass dies genau das verbissene Match gegen einen angesehenen Veteranen ist, das CM Punk braucht, um langsam aber stetig als ernstzunehmender World-Title-Anwärter aufgebaut zu werden. Tja, dafür hätte er aber gewinnen müssen, was nicht der Fall war. Mitten in der Kick- und Schlagserie fing Kane seinen Gegner ab und zeigte mit beiden Armen (einer war schließlich angeschlagenen) den Chokeslam gegen Punk zum Sieg. Ich muss sagen, dass mich dies schon ein bisschen überrascht hat, aber letztlich kann man auch sagen, dass Kane endlich mal wieder einen verdienten PPV-Sieg gegen einen hochkarätigen Gegner einfahren durfte. Nur sollte dieser Erfolg auch irgendwo hinführen, womit wir beim nächsten Teil wären.

Wie geht es weiter? Kane hat tatsächlich gegen Mr. Money in the Bank clean gewinnen dürfen. Wird er eventuell ein Übergangs-Herausforderer auf den World Heavyweight Championship von Edge? Einmal sollte diese Fehde 2007 ja schon stattfinden, doch da verletzte sich der Rated R Superstar und die Sache musste gecancelt werden. Warum also nicht einen neuen Versuch starten?! Der klare Sieg lässt Kane plausibel erscheinen und ein Face-Turn wäre kein Problem, bekommt er doch sowieso schon viele Jubelrufe. Mir würde diese Idee wirklich gut gefallen. Kane darf noch einmal verdientermaßen um einen World Title antreten und ist genau der richtige Mann, um Edge endlich mal einen Fehdensieg und eine längere Regentschaft als Champion zu ermöglichen. Beim Great American Bash endend, der ja schon in zwei Monaten ansteht und vor dem noch zwei weitere PPVs kommen, könnte man hier durchaus etwas aufbauen. Wenn nicht, kann er auch gerne noch weiter gegen CM Punk fehden, denn das Match war sehenswert und so eine richtige Rivalität ist sowieso noch nicht entstanden. Für Kane gilt das Gleiche wie für Jericho und es gibt bei SmackDown noch einige weitere Möglichkeiten, neue Fehden für ihn aufzubauen. Im Tag Team mit Mike Knox (wie schon öfter angedeutet), oder gegen Jeff Hardy, oder mal wieder die Bruder-Fehde mit dem Undertaker. Wie gesagt, Potential für frischen Wind wäre gegeben. Bei CM Punk dagegen sollte man mit dem Einlösen des Koffers noch warten und ihn davor als Main Eventer erst etablieren. Mit Niederlagen gegen Kane geht das natürlich nicht und so sollte der Koffer gerne noch eine Weile ungenutzt in seinem Besitz bleiben. Wenn man die Fehde mit Kane richtig aufblühen lässt, sollte unbedingt CM Punk zwei klare Siege einfahren (bei Judgment Day und Extreme Rules). Sobald es das mit der Big Red Machine aber gewesen sein soll, dann wäre die beim vorigen Match schon erwähnte Fehde gegen Chris Jericho um den Koffer denkbar. Chris könnte so argumentieren, dass die Legenden schuld seien, dass er nicht am Money in the Bank Match bei WrestleMania XXV teilnehmen konnte. Diese habe er nun dafür bestraft und wolle eben so zu seinem Recht kommen. Wenn Punk auch diese Fehde erfolgreich beendet, würde er sicherlich langsam in die Regionen kommen, um den Koffer glaubhaft einzulösen. Das sollte aber meiner Ansicht nach erst in weiter Ferne passieren und auch bitte ganz fair und nicht gegen einen schon geschlagenen Gegner. Eine dritte Alternative für CM Punk – nach dem Draft kann man immer so schön weitläufig spekulieren – wäre Umaga, sobald dieser aus der Verletzungspause wiederkehrt.

Fazit: 7/10

I Quit Match
Jeff Hardy vs. Matt Hardy


Der Aufbau: Erst kamen die Attentate von einer unbekannten Person, dann gewann Jeff Hardy doch noch den WWE Championship und schließlich kostete ihn sein eigener Bruder Matt diesen ersten World Title wieder, indem er ihm einen Stuhl über die Rübe zog. Matt war eifersüchtig und hasserfüllt, aber sein Bruder wollte nicht so recht kämpfen, bis Jeff die Provokationen satt hatte und bei WrestleMania doch gegen Matt antrat. Der ältere Hardy behielt in diesem Extreme Rules Match die Oberhand und auch sechs Tage später besiegte er seinen jüngeren Ex-Bruder in einem Stretcher Match bei SmackDown. Beides waren äußerst sehenswürdige Auseinandersetzungen, die, wie man es von den Hardys gewohnt ist, durch einige spektakuläre Aktionen und Spots begeisterten. Überraschend war, dass Matt zweimal so deutlich gewinnen durfte, bis dann herauskam, dass Jeff noch unsicher ist, ob er seinen bald auslaufenden Vertrag verlängern sollte. Das erklärte einiges und so konnte man auch aus diesem Match mögliche Rückschlüsse stehen, ob Jeff wirklich im Juli kein Teil mehr von WWE sein würde. Dazu aber später mehr. Die weitere Fehde bestand großteils aus gegenseitigen Eingriffen und Tag Team Matches, an denen die Hardys beteiligt waren. Jeff griff in einem Draft Match von Matt gegen CM Punk ein und sorgte außerdem dafür, dass sein flüchtender Ex-Bruder bei der ersten Ausgabe von Superstars doch noch einen Chokeslam vom Undertaker abbekam. Matt dagegen verhalf per Ablenkung Big Show zum Sieg gegen Jeff und attackierte letzteren anschließend mit einer gewaltigen Serie von brutalen Leg Drops. Daraufhin setzte Teddy Long auch dieses I Quit Match an und beide Hardys versprachen, dem anderen viel Leid antun zu wollen. Alles, vor allem die Stipulation, deutete also darauf hin, dass diese Fehde bei Backlash ihr Ende finden würde. Vor der Neuigkeit zu Jeff Hardys Vertragsstatus deutete auch alles auf seinen abschließenden Sieg hin, schließlich ist er hier der Face-Wrestler. Die News machte das Match aber nur noch spannender und so freute ich mich auf ein spektakuläres, verbissenes und brutales Match, dessen Ausgang für mich offener denn je erschien.

Das Match: Jeff heute ganz ohne Facepaint wollte damit wohl unterstreichen, dass es dieses Mal keine Mätzchen geben sollte. Matt dagegen kommt als Heel immer besser zurecht, wie man an seinem überheblichen Auftritt sehen konnte. Der Preis für das Schild des Abends ging dieses Mal an den Typen mit dem „I want Hardy to win“-Sign. Jeff Hardy legte gleich wild los und ließ überhaupt nicht von Matt ab. Fast fünf Minuten lang dominierte er das Geschehen; auch schon mit Trademark Moves wie Poetry in Motion oder dem Descending Dropkick. Matt zeigte wenig Gegenwehr und war erst nach dieser Tracht Prügel an der Reihe. Er ging im Gegensatz zu seinem Ex-Bruder als klassischer Heel vor und versuchte nicht, seinen Gegner mit möglichst vielen Aktionen zu zermürben, sondern setzte diesem mit Holds zu, die sich auf einen Körperteil, nämlich das Knie konzentrierten. Die häufige Fragerei des Referees nervte ein bisschen, unterstrich aber die Verbissenheit, mit der beide Hardys zu Werke gingen. Auch Matt durfte fünf Minuten dominieren, bevor das Match offener wurde. Der von vielen als Spot Monkey verschriene Jeff zeigte hierbei sogar ganz ungewohnt einen Texas Clover Leaf. Den Upfuck des Abends gab es, als Jeff den Twist of Fate ansetzte, aber so tat, wie wenn er weggeschubst worden wäre, während Matt den Move verkaufte und sich auf die Fresse legte. Wenigstens reagierte Jeff mit dem gleich folgenden Leg Drop noch gut und zog den Twist of Fate noch einmal korrekt durch. Als Jeff dann nach zwei Swanton Bombs begann, die Beine von Matt zu fesseln, war klar, dass das Match hier ein Ende finden würde, allerdings dauerte dies noch ein Weilchen. Jeff stellte genüsslich einen Tisch auf, fesselte seinen Ex-Bruder daran, kramte eine Leiter hervor, kletterte rauf und hörte sich die schleimigen Entschuldigungen von Matt an. Dieser sagte schließlich doch die magischen Worte, aber Jeff sprang trotzdem ab und hämmerte Matt somit durch den Tisch. Ein wirklich sehr kreatives Finish, das top auf die beiden Protagonisten zugeschnitten war. Leider war der Schlagabtausch vor diesem mehrminütigen Finale dann doch ein bisschen kurz und die richtige Intensität, die solche Matches sonst auszeichnet, kam nicht wirklich auf.

Wie geht es weiter? Vor dem Match dachte ich zugegebenermaßen, an dieser Stelle Schlussfolgerungen über den Verbleib von Jeff Hardy in der WWE ziehen zu können. Je nachdem eben, ob er gewinnen oder verlieren würde. Mittlerweile muss ich aber sagen, dass man diese Aussagen so nicht treffen kann. Das Finish war einfach zu perfekt auf die Hardys, vor allem auf Jeffs bekannt waghalsige Aktionen, zugeschnitten, dass man es einfach durchziehen musste, auch wenn Jeff die Liga verlassen sollte. Letztlich fände ich es schön, wenn er bleiben würde, denn ich sehe ihn gerne in Matches, würde aber auch verstehen, wenn er eine Auszeit nimmt. Er war endlich World Champion und sein extremer Stil verlangt dem Körper wohl einiges ab. Bevor er wieder zu Mittelchen greift, ist ein Abschied für den Menschen Jeff Hardy wohl das Beste. Sollte er bleiben, könnte man sich auch bei ihm einige Fehden vorstellen. Ein richtiges Rematch gegen Edge hat er nie bekommen, also warum sollte man die Fehde nicht wieder aufflammen lassen?! Dieses Mal ohne Eingriffe von außen und ohne General Manager auf der Seite des Champions, einfach nur One on One mit einigen Promos. Eine Face-Fehde um den IC Championship gegen Rey Mysterio oder eine gegen CM Punk würde spektakuläre Aktionen garantieren, ebenso begrüßen würde ich eine Konfrontation mit Chris Jericho oder (mal wieder) John Morrison. Für Jeff gibt es also einige Möglichkeiten, weiterhin gut eingesetzt zu werden, sollte er sich doch für einen Verbleib entscheiden. Die Konfrontation mit seinem Ex-Bruder dürfte allerdings mit großer Sicherheit vorbei sein, denn für die Beendigung von Fehden sind I Quit Matches nunmal prädestiniert. Matt dürfte nach seinem Wechsel zu RAW leider große Probleme bekommen, sich zu behaupten. Es gibt einfach viel zu viele Main Eventer und zu wenige Midcarder dort und vor allem als Heel sehe ich fast gar keine Gegner in Sichtweite. Mr.Kennedy, sollte der jemals wieder unverletzt sein, wäre möglich oder eine Neuauflage der Fehde des Jahres 2007 gegen MVP, dieses Mal nur mit veränderten Vorzeichen. Ein Shawn Michaels nach dessen kleiner Auszeit wäre sicherlich auch eine schöne Sache, aber der ist vielleicht doch eine Nummer zu groß für Matt und unentwegte Niederlagen würden auch nicht wirklich helfen. Insgesamt dürfte Matt leider der größte Verlierer des gesamten Drafts werden.

Fazit: 7/10

Randy Orton bot dann mal wieder eine wirklich erstklassige Promo in Richtung Kamera. Mit ruhiger Bestimmtheit ging er noch einmal auf die Stipulation ein und säte Streit im gegnerischen Team. Kurz aber wirkungsvoll. Manchmal ist es übrigens erstaunlich, wie viel Wahrheit in einem geskripteten Statement stecken kann, denn Orton sagte in Richtung Batista: „It’s amazing after all these Years it’s still all about The Game.“ Wie recht er doch hatte zeigte sich später nach seinem Match.

Das überflüssige Santina/Khali-Segment, das man lieber in einer wöchentlichen Show untergebracht hätte, nervte anfangs auch durch rauschende Mikros, die so spät in der Nacht unschön im Ohr lagen. Eine Sache ist mir bei diesem Segment auch mal deutlich aufgefallen. Ranjin Singh meint sehr häufig „The Great Khali says“, obwohl der vorher gar nix zu ihm gesagt hat… Gedankenübertragung? JR wirkte von dem Segment genauso begeistert wie ich, vor allem als er selbst noch mit eingebaut wurde. Ob er da wohl eingeweiht war?! So angepisst wie er auf die dämlichen Sprüche von Michael Cole reagierte, wohl eher nicht. Beth Phoenix zeigte bei den ganzen Albernheiten im Ring auch, dass sie am Mic wirklich Talent hatte. Eigentlich schade, dass man mit so einem Mummenschanz auch noch die letzte dominante Diva kaputt macht, die man vor allem als Wrestlerin ernst nahm. Der folgende Schlag auf den Kopf von Beth durch den Great Khali war ein schlechter Witz. Wäre eine Mücke dort gehockt, sie wäre sicherlich heil und unversehrt danach wieder davongefolgen. Naja, als Fazit bleibt festzuhalten, dass diese Comedy-Einlage sicherlich ganz witzig gewesen wäre, hätte sie nicht wertvolle PPV-Matchzeit geklaut, die zuvor einigen Matches gut getan hätte. Da verstehe ich dann leider keinen Spaß.

WWE Championship
Six Men Tag Team Match
Triple H © & Shane McMahon & Batista vs. Randy Orton & Ted DiBiase & Cody Rhodes


Der Aufbau: Erst wurde es richtig persönlich, dann wurde es richtig langweilig. Dummerweise war der Höhepunkt der Langeweile der Main Event der Jubiläumsausgabe von WrestleMania. Triple H und Randy Orton, das muss ich leider so sagen, verbindet für mich persönlich einfach keine richtige In-Ring-Harmonie miteinander. Bei RAW nach WrestleMania plädierte Randy Orton dafür, dass man ihm ein Rematch schuldig sei. Seine Begründung: Triple H könne ihn nicht schlagen. Aha, offenbar haben ihm die gefühlten 763 Pedigrees, die er vor seinen vielen Niederlagen und Abfertigungen einstecken musste, den Verstand vernebelt. Vince McMahon reagierte und setzte ein Six Men Tag Team Match für Backlash fest, während er für den selben Abend eine Herausforderung des Legendkillers annahm. Erst einmal bestimmte aber die neue General Managerin von RAW, Vickie Guerrero, dass es bei diesem Six Men Tag Team Match auch um den Titel gehen würde. So einen Stuss hat sie sich wohl bei Vince Russo und TNA abgeschaut. Welch ein Armutszeugnis für die Booker! Kurz bevor es im Kampf Orton vs. Old McMahon den Kick an den Kopf setzen sollte, eilte Shane McMahon seinem Vater zu Hilfe, gefolgt von Legacy und Triple H. Schließlich feierte auch noch Batista sein Comeback und ging auf Orton und seine Lakaien los. Vince änderte das Match bei Backlash kurzfristig und ersetzte sich selbst durch Batista. Eine weitere Änderung erfuhr das Match eine Woche später als Vickie bestimmte, dass Randy Orton hierbei den Titel auch dann gewinnen könne, sollte einer aus der Main Event Mafia (schon mal gemerkt, wie gut dieser Name auch für Triple H, die McMahons und Batista passt?!) disqualifiziert oder ausgezählt werden. Wow, ich glaube Vickie hat eine weitere Affäre, nämlich mit Vince Russo, denn dem dürfte das die Freudentränen in die Augen getrieben haben. Ich wiederhole mich sehr ungern aber hier muss ich es tun: Welch ein Armutszeugnis für die Booker! Jedenfalls gab es Zoff im Team Triple H, weil jeder ein Stück von Randy Orton wollte, da er allen dreien schon einmal irgendwie geschadet hat. So kam es auch, dass Triple H im Main Event dieser Ausgabe den Pin im Match gegen Cody Rhodes und Ted DiBiase für sich verbuchte, was seinen Team-Mitgliedern (die sich zuvor schon geprügelt hatten) gar nicht gefiel. Für alle drei stand in diesem 3 on 2 Handicap Match nämlich ein Einzelmatch gegen Randy Orton auf dem Spiel, das nun wieder einmal Triple H erhielt. Klar, denn wer bekommt schon nicht genug von dieser elektrisierenden Paarung?! *gähn* Bei SmackDown sollte es zuvor jedoch noch zu einem Face Off zwischen Hunter und Randy kommen, doch Orton blieb der Halle fern und meldete sich per Titan Tron. Mit seiner genialen, abwechslungsreichen Mimik wies er seinen Kotrahenten darauf hin, was er ihm schon angetan habe und wie groß doch die Gefahr sei, dass er den Titel verliert, weil es Zoff im Team gibt. Weil Triple H da eh nicht mitkommt, sagte man ihm wohl, er solle nur blöd lachen, was er dann auch (ab und zu unterbrochen von dem üblichen vernichtend bösen Blick) tat. Der Grund hierfür war, dass HHH etwas wusste, das dem Legendkiller noch nicht bekannt war: Das gewonnene Einzelmatch sollte ein No DQ Match sein. Triple H meinte, das würde ein „Nur du und ich“ garantieren. Anhand solcher Aussagen muss man echt daran zweifeln, dass der Kerl wirklich schon jahrelang im Business ist. Wie jeder Normaldenkende erwarten konnte, griffen nämlich alle möglichen Leute in dieses Match ein und damit war genau das Gegenteil der Fall. Am Ende stand der Sieg von Randy Orton per RKO, was für mich schon einer kleinen Sensation glich. Batista und Shane wurden mit Einzelmatches gegen Ted DiBiase und Cody Rhodes abgespeist. The Animal gewann, während McMahon durch DQ verlor, Rhodes aber anschließend mit dem Van Terminator zerstörte. Auch ein Tag Team Match gewannen Batista und Shane deutlich. Klar, denn warum sollte man eine vielversprechende Gruppierung wie Legacy dazu verwenden, aufstrebende Stars over zu bringen, wenn man sie doch so schön als Prügelknaben verwenden kann. Wie schon vor WrestleMania XXV und die letzten was weiß ich wie vielen Male als sie ausgetragen wurde, langweilte mich diese Fehde einfach nur. Oder anders gesagt: Der Main Event von RAW ist für mich persönlich gerade so ätzend wie schon lange nicht mehr. Demzufolge war dieses Match auch das einzige auf der Card, das mich so gar nicht interessieren wollte.

Das Match: Selbst beim Einmarsch bekam man noch einmal mit dem Holzhammer eingebläut, dass Legacy eine Einheit sein, während die anderen Drei getrennt zum Ring kamen. Lawler meinte, dies sei ein „First ever“, aber da liegt er falsch, siehe King of the Ring 2000. JR hatte da schon eher Recht, als er die Stipulations in diesem Kampf als „bizarre Rules“ bezeichnete. Noch so ein Satz, in dem ungewollt viel Wahrheit steckt. Mir persönlich hätte das Match übrigens unter Tornado Regeln besser gefallen, wenn alle gleichzeitig im und außerhalb des Rings zugange gewesen wären. Randy Orton haute dann relativ schnell ab, was man durch miese Kameraarbeit aber erst gar nicht sah. Mal wieder richtig dummes Booking, denn wie man an den Reaktionen des Publikums sehen konnte, interessierte das Match niemanden, solange nicht Orton wieder da war. Randy wählte zwar einen cleveren Moment für seine Rückkehr, aber aufs gesamt Match gesehen, war das schon wieder extrem doof. In der Abwesenheit des Legendkillers sah man aber immerhin schöne Double Team Moves von Team Animal-Money-Game. Ortons Mimik ist auch im Ring so langsam zur Perfektion gekommen, was man am Hanging DDT schön sehen konnte. So einen herrlichen Standing Dropkick wie er springen übrigens auch nur die Wenigsten. Erste Highlight des Matches war dann, als Non-Wrestler Super Shane mal wieder beide (!) Jungstars im gegnerischen Team ordentlich vermöbelte. Ansonsten gab es genau das, was man erwarten konnte, nämlich den üblichen Tag-Team-Standard, bei dem die Heels teilweise unfair einen Gegner vom Wechseln abhalten, der rettende Tag immer knapper wird und schließlich doch gelingt. So war es auch hier und natürlich war es nun Triple H, der den Superman raushängen ließ. Wie so oft, konnte man dabei die komplette Move-Folge genau erahnen: Face Buster, Spinebuster usw. Köstlich war es wieder, wie Lilian Garcia sich in die Hose machte, als sich das Geschehen ganz in ihrer Nähe abspielte. Cody Rhodes räumte mit dem Stuhl gegen Batista und Shane O’Mac auf, was der Referee aber nicht sah. Bei Batista dagegen hätte er es gesehen und so musste der arme HHH, der gerade doch so schön mit dem fünften Versuch zum Pedigree beschäftigt war, einschreiten. Das gab Orton die Gelegenheit zum RKO und dem anschließenden Pin. Obwohl das Cover nur bis Zwei ging, läutete der Zeitnehmer die Ringglocke. Ja weiß denn der nicht, dass die Supernase so verdammt hart ist, dass er mindestens aus einem Finisher auskicken muss?! Schäm dich, Zeitnehmer! Jim Ross nennt das „Heart and Soul of a Warrior“, ich nenne es „Geltungssucht of a Egomane“. Schließlich musste der Unschlagbare doch den Pin einstecken und zwar nach dem Kick of Doom. Naja, wenigstens hat er das Cover doch selbst über sich ergehen lassen, was auch nicht ganz selbstverständlich zu sein scheint. Aber wie toll doch Hunter ist, sah man daran, dass der neue Champion und die Zukunft des Business sang- und klanglos ohne zu feiern verschwanden, während der tödlich an den Kopf gekickte Triple H noch minutenlang im Mittelpunkt stehen musste. Es ist einfach erbärmliches Writing, dass man dem Company-Leader der Zukunft nicht einmal diesen Moment gönnt, sondern nur in Besorgnis über den alten Mann mit der dicken Nase geredet wird. Hallo?! Da gab es gerade einen neuen World Champion und keiner erwähnt es auch nur mit einem Wort, weil der arme Triple H (der leider eh sehr schnell wieder da sein wird) ein Aua am Kopf hat. Schlimm!

Wie geht es weiter? Wie gerade gesagt denke ich, dass Triple H schon bald wieder da sein dürfte. Vielleicht setzt er gerade mal einen PPV aus (Judgment Day), um dann doch wieder zurück zu kommen. Möglicherweise war der Kick aber auch gar nicht so schlimm und HHH erfreut uns schon sehr schnell wieder mit seiner Präsenz bei RAW. Es dürfte jedoch so ziemlich sicher sein, dass das leider immer noch nicht die letzte Runde zwischen Hunter und Randy war, auch wenn letzterer jetzt zweimal einen Pin gegen ersteren durchziehen konnte (natürlich nur nach Ablenkungen und Chaos). Es sieht ja ganz danach aus, dass nun Batista auch in die Fehde integriert wird und die drei ehemaligen Evolution-Mitglieder eine Dreierfehde austragen. Triple H dürfte wegen der Ablenkung durch The Animal wütend sein und Batista konnte immer noch nicht mit Randy Orton abrechnen. Vielleicht bekommt ja Batista bei Judgment Day eine Chance auf den WWE Championship im Einzelmatch. Hier greift dann Triple H ein, provoziert einen No Contest und bei Extreme Rules sehen wir dann das erste Hell in a Cell Triple Threat Match. Weitere Einzelmatches in wechselnden Konstellationen und auch um das Gold sind dabei nicht ausgeschlossen. Der RAW-Main-Event bleibt also wie er ist: langweilig für eine sehr lange Zeit!

Fazit: 5,5/10

Das beste Video seit langer Zeit fasste nahezu perfekt die dreijährige Dauer-Rivalität zwischen John Cena und Edge zusammen. Aussagen von Edge aus den jüngsten Shows wurden dabei schön von passenden Bildern aus der Vergangenheit unterlegt. Gute Arbeit!

World Heavyweight Championship
John Cena © vs. Edge


Der Aufbau: Es begann bei New Year’s Revolution 2006 und soll bei Backlash 2009 ein Ende finden. Natürlich glaubt niemand, dass Edge und Cena nicht noch einmal irgendwann aufeinander treffen werden, schließlich kennt man ja die Definition der WWE von „endgültig“. Nichtsdestotrotz wird diese Fehde einfach nie langweilig, was bei den vielen Matches und der Länge von mehr als drei Jahren (natürlich mit mehreren längeren Unterbrechungen) absolut erstaunlich ist. So etwas passiert nur ganz selten und so würde ich sogar von einer der besten Fehden aller Zeiten sprechen. Die Chemie zwischen John Cena und Edge passt einfach, sowohl außerhalb des Rings bei ihren unzähligen, abwechslungsreichen Wortgefechten, als auch innerhalb des Seilgevierts. Wieder aufgeflammt ist die Fehde bei No Way Out, als Edge sich in die Elimination Chamber mogelte und seinem Dauerrivalen den World Heavyweight Title kostete, und dieser sich daraufhin per Erpressung in einen der Main Events bei WrestleMania schlich. Cena sorgte außerdem dafür, dass Vickie Guerreros Affäre mit Big Show ans Licht kam, was Edge ihm zusätzlich übel nahm. Bei WrestleMania XXV gewann John Cena das große Gold also zurück, woraufhin ziemlich schnell dieser „allerletzte“ Showdown festgelegt wurde. Ein geniales „Cutting Edge“-Segment folgte, in dem Edge offenbarte, wie sehr er Cena doch hasse und John eindrücklich darauf hinwies, schon mehrere Male gezeigt zu haben, der toughere von den beiden zu sein, was Edge deutlich traf. Bei RAW wollte er Cena attackieren, der jedoch aufmerksam genug war, den Angriff abzuwehren. Eine Woche später jedoch musste der Champ dann doch gehörig einstecken. Edge griff in Cenas Match gegen Chris Jericho ein, spearte ihn und zeigte schließlich noch ein schepperndes Conchairto, nach dem er symbolisch bis Zehn zählte. Cena hielt bei Superstars schließlich noch allein eine hervorragende Promo ab, während Edge bei SmackDown das bisher beste Statement des Jahres abließ. Erstklassig gespielt, als er vor diesem großen Match zugab, nichts mehr zu haben, wenn er den Titel nicht gewinnen sollte und wie er einräumte, ein verzweifelter Mann zu sein. Sollte man als Fan solcher Segmente unbedingt gesehen haben. Der Aufbau des Einzelmatches war relativ kurz (der Mist vor WrestleMania hatte ja vielmehr mit dem Liebesdreieck Edge/Vickie/Big Show zu tun), aber mehr war auch nicht nötig, schließlich haben Edge und John Cena eine lange gemeinsame Geschichte. Die Aktionen und Promos langten hierbei vollkommen aus, schließlich waren sie wie immer erste Sahne. So hatte zumindest ich das Gefühl, vor einem ganz großen Match zu stehen, bei dem es sich lohnt, ordentlich entgegen zu fiebern.

Das Match: Beim Einmarsch schien das Feuerwerk von Edge ein bisschen zu klemmen, aber vielleicht sollte es auch einfach keines geben (aus Respekt vor dem gefallenen Helden Triple H). Zu Beginn des Matches, als Cena und Edge sich gegenüber standen, konnte man meinen, die beiden können ihre (reale) Vorfreude auf den Kampf nicht verbergen. Ein gewisses Lächeln huschte immer wieder über ihr Gesicht. Mit den anfänglichen Aktionen betonte man sehr passend, dass sich Edge und Cena schon in- und auswendig kennen und zum ersten Mal war die Stimmung in der Halle auch richtig heiß. Cena brandeten nach langer Zeit mal wieder viele Buhs entgegen. Es zeigte sich dann leider wieder zu häufig das grundsätzliche Problem von Last Man Standing Matches, nämlich die vielen Counts des Referees. Zwar kennt man das ja und sollte sich langsam nicht mehr daran stören, aber das Prozedere nimmt einfach viel zu viel Schwung aus dem Match-Geschehen heraus. Dennoch muss man sagen, dass die Stipulation bei sehr wenigen Matches in der Vergangenheit soviel Sinn machte wie hier. Der Rated R Superstar und John Cena haben einfach genug voneinander und wollen nur noch, dass der andere unten bleibt und sie endlich in Ruhe lässt. Von beiden wurde das gewohnt gut per Mimik und Gestik, die immer verzweifelter wurden, rübergebracht. Ganz ungewohnt waren dagegen die Kraftprobleme von John Cena, der die Ringtreppe zunächst nicht in den Ring werfen konnte, was für ein paar hämische Lacher aus der Crowd sorgte. Dafür sah der anschließende Wurf mit der Treppe auf Edge außerhalb des Rings umso spektakulärer und heftiger aus. Beide zeigten nicht unbedingt außergewöhnliche oder besonders bemerkenswerte Aktionen, aber das Match lebte von der Spannung und vom Publikum. Durchaus besonders waren dann aber das Attitude Adjustment vom Top Rope und das vom Kommentatorenpult ins Publikum, wo jeweils ein Nine Count herauskam. Die Jagdszenen durch die Arena waren zwar unnötig, aber auch nicht weiter störend, da beide wieder relativ schnell in den Entrance-Bereich kamen. Hier sah man noch einen schönen Bulldog von Cena von der Treppe herunter, sowie eine Edgecution auf der Rampe und ein Conchairto, die alle ebenfalls nicht den gewünschten Erfolg brachten. Stattdessen kam Big Show heraus und fertigte Cena grandios mit einem Chokeslam in einen Riesenscheinwerfer ab. Zunächst einmal möchte ich sagen: geile Aktion mit viel Impact, die auch hervorragend durchgeführt wurde und klasse aussah. Allerdings muss ich auch fragen: Was soll der Schmu?!?! Wieso hilft Big Show auf einmal Edge, die sich noch vor drei Wochen um eine Frau stritten und sich die Pest an den Hals wünschten?! Wieso ignoriert man immer wieder vergangene Ereignisse so idiotisch?! Und wieso kann man eine der größten Rivalitäten der WWE-Geschichte nicht clean enden lassen, wie es die beiden Protagonisten verdient hätten?! Weil Edge Heel ist und die niemals eine Fehde clean gegen einen Face gewinnen dürfen?! Es wäre doch auch für Edge so einfach gewesen, Cena in den Scheinwerfer zu verfrachten. Einfach beim Ansatz zum Attitude Adjustment auf der Rampe abspringen, hart schubsen und fertig. Aber nein, irgendwie muss man es ja immer wieder versauen. Nichtsdestotrotz ein tolles Match mit einem vom Aussehen her betrachtet krachenden Ende.

Wie geht es weiter? Dass ich ein Riesen-Fan von Edge bin, dürfte bekannt sein. Allerdings stört es mittlerweile selbst mich, dass er nun in drei Jahren neunmal World Champion wurde. Nicht, weil er es nicht verdient hätte, im Gegenteil. Sondern weil dieses Hin und Her mit Gewinnen und Verlieren langsam zur Farce wird, zumal das Gewinnen eigentlich noch nie clean und fair stattgefunden hat. Außerdem kommt Edge bei seinen vor Backlash 2009 acht Regentschaften nicht einmal auf 400 Tage als Champion. Nüchtern betrachtet wird sein Dasein als Champion suboptimal gebucht (auch wenn es zum Charakter des ultimativen Opportunisten passt) und er bräuchte jetzt dringend eine längere Regentschaft mit mehreren Fehdensiegen. Wie schon weiter oben angesprochen wäre Kane nun eine gute Möglichkeit, dieses längere Dasein als Champion einzuleiten. Auch Jeff Hardy könnte wie gesagt nochmal seine Chance bekommen, diese aber nicht nutzen, damit Edge auch wirklich mal einen Champion von Format darstellt, der Herausforderer auch ohne Hilfe im Ring abwehren kann. Und irgendwann steht dann zwangsläufig wohl CM Punk im Weg. Mir würde gefallen, wenn dies noch eine Weile dauert. Worst Case Szenario wäre dagegen, wenn Punk schon bei Judgment Day (der PPV findet in seiner Heimat Chicago statt) eincashen würde. Kurz vor WrestleMania kamen auch Gerüchte einer Neuauflage von Edge vs. Undertaker auf, aber ich hoffe, dass diese sich nicht bewahrheiten werden. Zwangsläufig würde dann nämlich das Hin-und-Her um den Championship wieder einsetzen und außerdem hatte die Fehde alles, was man braucht und endete grandios mit dem besten Hell in a Cell aller Zeiten. John Cena dürfte nun die lang erwartete Pause einlegen, die er braucht, um seinen neuesten Film zu drehen. Diese wurde mit der brutalen Aktion von Big Show gut eingeleitet und erscheint plausibel. Nach seinem Comeback wird Cena mit Big Show auch schon der nächste Gegner gegenüberstehen, mit dem er dank eines dominanten Sieges nach einer kurzen Fehde gleich wieder ganz oben mitspielt. Schon bald dürfte dann die zweite Runde in seiner Fehde gegen Batista folgen, dieses Mal vielleicht sogar um den World Haevyweight Championship, den sich Batista bis dahin von seinen Ex-Evolution-Kollegen sichern könnte. Vielleicht geht es dann auch wieder gegen Triple H, denn der will bestimmt auch endlich mal gegen Cena gewinnen dürfen.

Fazit: 9/10

Na also, es geht doch! Ich habe den schon verloren befürchteten Glauben ans Wrestling halbwegs wieder gefunden. Auch wenn bei Backlash wieder drei dickere Schnitzer drin waren (sinnloses Comedy-Segment, fehlende Anerkennung von Randy Orton zugunsten des tödlich verwundeten Triple H, ärgerliches Finish beim Last Man Standing Match), so hat WWE bei Backlash 2009 so Einiges richtig gemacht. Damit ist man den ersten Schritt gegangen, die Katastrophe WrestleMania XXV vergessen zu machen. Backlash 2009 ist beinahe rundum gelungen und das Anschauen hat Spaß gemacht, was sich im guten Punkteschnitt von 7,58 niederschlägt. Zwar scheint RAW im Main Event gerade mehr denn je festgefahren in langweiligen Strukturen mit immer denselben Leuten, was für die nähere Zukunft viel Langeweile verspricht, aber vor allem SmackDown ist mehr als ein Licht am Ende des Tunnels, weil sich dort dank des Drafts extrem viele interessante Möglichkeiten ergeben haben. Ich hoffe, dass sich die in April, Mai und Juni typische Phase der Übersättigung mit viel zu vielen PPVs nicht negativ auf das Produkt auswirkt und dass man sich in der Kreativ-Abteilung auch weiterhin so anstrengt wie bei Backlash.
Ich bedanke mich herzlich für eure Aufmerksamkeit, sowie die Geduld und Ausdauer, diese PPV- Bewertung bis ganz zum Schluss zu lesen. Ich hoffe, ihr hattet beim Lesen genauso viel Spaß wie ich beim Schreiben. Über Lob, Kritik und konstruktive Verbesserungsvorschläge an meine Email-Adresse michael.schwartz@bsww.de würde ich mich sehr freuen. Man sieht sich dann bei Judgment Day.
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