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BSWW.de: Gorges' Corner #121
Von Stefan Gorges
Montag, 25. Juni 2007
Gorges‘ Corner beleuchtet in unregelmäßigen Abständen die aktuellen Geschehnisse und Entwicklungen im Wrestling. Das Hauptinteresse gilt hierbei den Shows von World Wrestling Entertainment (WWE). Nachfolgend wird die subjektive Meinung des Autors wiedergegeben. Für Anregungen, andere Meinungen o.ä. zu den folgenden Ausführungen bin ich jederzeit dankbar.


WWE Vengeance 2007 ist Geschichte. Für mich eine gute Gelegenheit, die einzelnen Matches einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und die Auseinandersetzungen mittels eines Punktesystems von 1 (sehr schlecht) – 10 (Weltklasse) zu bewerten.

Lance Cade & Trevor Murdoch vs. The Hardys – WWE World Tag Team Championship
Diese Auseinandersetzung hat World Wrestling Entertainment (WWE) den Fans zuletzt häufig präsentiert, doch alle Matches zwischen den beiden Teams waren sehr positiv. Das erneute Aufeinandertreffen bildete da keine Ausnahme, wenngleich doch aufgrund der vollbesetzten PPV-Card nicht soviel Kampfzeit wie üblich zur Verfügung stand. Die Champions attackierten wie gewohnt gewisse Körperpartien der Gegner, während die Hardys mal wieder auf High Flying setzten. Am Ende eines einmal mehr sehr abwechslungsreichen Kampfes stand die standesgemäße erfolgreiche Titelverteidigung. Hoffentlich dürfen Cade und Murdoch die Titel noch einige Zeit behalten. Mit Cryme Tyme könnten bald die nächsten Herausforderer warten.
Rating: 8.0

Chavo Guerrero vs. Jimmy Wang Yang – WWE Cruiserweight Championship
Dieses Match erhielt eigentlich mehr Kampfzeit als von mir erwartet.Chavo präsentierte sich in diesem Match als würdiger Champion und durfte auch einige Offensivmannöver präsentieren. Während Chavo als Allrounder gilt, konzentrierte sich Yang wie gewohnt auf spektakuläre Aktionen. Der Moonsault von Yang war mal wieder sehenswert, doch leider ging die Aktion ins Leere. Ich hatte hier einen Titelwechsel erwartet, doch offenbar traut man Yang keine Titelregentschaft zu. Chavo sicherte sich mit dem Frogsplash auf den Rücken des Gegners nach einem schönen Match den Sieg.
Rating: 8.0

CM Punk vs. Johnny Nitro – ECW World Championship
Nitro wurde vor dem Kampf als Ersatzmann für Chris Benoit angekündigt, welcher aus persönlichen Gründen bereits vor dem Wochenende die Live-Shows des ECW-Rosters verlassen hatte. Die Fans wurden an dieser Stelle natürlich um ein Match zwischen Benoit und Punk gebracht. Die Wahl des Johnny Nitro überraschte mich etwas, da ja schließlich auch noch Elijah Burke sowie Marcus Cor Von als bei ECW wesentlich etabliertere Wrestler zur Auswahl standen. Nitro und Punk enttäuschten hier keineswegs, doch die Fans hatten nach dem Fehlen von Benoit das Interesse am Kampf verloren. Nitro als neuer ECW World Champion war für mich eine Sensation, wenngleich ich ihm diesen Erfolg sehr gönne.
Rating: 7.5

Santino Marella vs. Umaga – WWE Intercontinental Championship
Marella ist aus meiner Sicht noch längst nicht soweit, um mit dieser hohen Position des zweitwichtigsten Champions beim RAW-Brand umzugehen. Sicherlich verfügt Marella über ein gehöriges Potenzial, doch im Match gegen Umaga sah Marella irgendwie immer noch wie der „Fan aus Mailand“ aus. Folglich entschied sich WWE für ein sehr kurzes Match. Die Disqualifikation passte sehr gut ins Bild, da Umaga offenbar nicht ernsthaft ins Rennen um den WWE Intercontinental Title eingreifen soll. Der Samoaner wurde in diesem kurzen Match jedoch wieder als Monster aufgebaut bzw. dargestellt. Marella verkaufte dabei sehr innovativ einen Nerve-Hold seines Gegners, indem er die Finger zusammenfallen ließ. Die Fans hatte Umaga spätestens nach dem Match ebenfalls auf seiner Seite, was aber auch daran liegt, dass die Zuschauer mit Marella noch nicht sehr viel anzufangen wissen. Hoffentlich kann Marella zukpnftig mit Workern wie z.B. Carlito fehden und sich weiter beweisen.
Rating: 5.0

MVP vs. Ric Flair – WWE United States Championship
Montel Vontavious Porter präsentierte hier ein neueres Outfit. Gut gefiel mir, dass MVP den Einzug seines Gegners störte, da dies sehr gut zum Gimmick des arroganten MVP passt. Das Match war größtenteils ausgeglichen, wobei Flair bekanntlich seit vielen Jahren in seinem Können limitiert ist. MVP konnte aber wenigstens seine Paradeaktionen ins Ziel bringen. Am Ende triumphierte MVP nach einem Augenstecher gefolgt vom Playmaker.
Rating: 7.0


Deuce & Domino vs. Sgt. Slaughter & Jimmy Snuka – WWE Tag Team Championship
Die WWE Tag Team Champions hatten eine offene Herausforderung ausgesprochen und legten sich vor dem Match noch mit Tony Garea und Rick Martel an. Snuka, der hier gegen seinen eigenen Sohn antrat, war das Alter natürlich deutlich anzusehen. Umso mehr überraschte Snuka mit seiner Verbissenheit. Die meiste Zeit war jedoch der vergleichsweise deutlich mobilere Slaughter im Ring und die Champions hatten einige Mühe, die Kontrolle über das Match zu erlangen. Snuka beeindruckte zum Ende eines kurzweiligen Matches hin mit einem Flying Crossbody vom Top Rope, welcher jedoch mit dem folgenden Konter die Niederlage einleitete. Nach dem Match erhielten Deuce & Domino noch eine Abreibung durch Tony Garea und Rick Martel.
Rating: 6.0

Edge vs. Batista – WWE World Heavyweight Championship
Dieses Match wurde noch als Last Chance Match für Batista angekündigt, da dieser hier eine letzte Chance auf den Titel von Edge erhalten sollte. Wie bei den beiden PPV-Matches zuvor, entwickelte sich hier eine ansehnliche Auseinandersetzung. Offenbar harmonieren Batista und der Rated R Superstar sehr gut. Positiv war zudem die Tatsache, dass General Manager Theodore R. Long die vermeintliche erfolgreiche Titelverteidigung von Edge via DQ nicht zuließ und das Match fortsetzen ließ. Somit wurde das ohnehin von etlichen Nearfalls geprägte Match noch spannender und dramatischer. Das Matchende war zumindest etwas originell, da Batista beim Versuch ausgezählt wurde, den nach einer Batista Bomb regungslosen Edge wieder in den Ring zu rollen. Ich bin gespannt, gegen welche jeweiligen Gegner Edge und Batista nun in den Ring steigen werden.
Rating: 9.0

Melina vs. Candice Michelle – WWE Womens Championship
Michelle erhielt hier ihren verdienten PPV-Auftritt in einem wichtigen Titelmatch. Melina und Candice präsentierten den Fans an dieser Stelle ein sehr körperbetontes Match. Jede Aktion wirkte sehr verbissen. Leider war die Kampfzeit in diesem Match nicht sehr großzügig vorgegeben. Candice sicherte sich letztlich verdient den WWE Womens Title. Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Herausforderer auf Candice warten.
Rating: 7.0

John Cena vs. Bobby Lashley vs. Mick Foley vs. King Booker vs. Randy Orton – WWE Heavyweight Championship
Interessanterweise standen hier lediglich zwei Heels gegen drei Publikumslieblinge im Ring. Das Match, indem nur Pinfall oder Submission zählten, entwickelte sich sehr kurzweilig, da es jede Menge Action in- und außerhalb des Ringes gab. Foley nahm erwartungsgemäß einige Aktionen, wenn auch die ganz spektakuläre Situation fehlte. Lashley musste nach einem F-U von Cena früh durch das Kommentatorenpult. Gelungen auch die Sequenz mit dem RKO von Orton beim Versuch Cenas zum Five Knuckle Shuffle gegen King Booker. Mit Foley musste der Wrestler letztlich die Niederlage verantworten, welcher in Zukunft wohl kaum noch ins Rennen um den WWE Heavyweight Title eingreifen wird. Dies war meiner Meinung nach das beste Match des Abends, auch wenn die erfolgreiche Titelverteidigung von Cena keine Überraschung darstellte.
Rating: 9.5

Insgesamt war WWE Vengeance 2007 eine unterhaltsame, kurzweilige und abwechslungsreiche Großveranstaltung von World Wrestling Entertainment (WWE). Es wurden immerhin mit Johnny Nitro und Candice Michelle zwei neue Champions gekrönt. Es gab einige neue und „frische“ Begegnungen, während beispielsweise die Fehden zwischen Lance Cade & Trevor Murdoch vs. The Hardys, Chavo Guerrero vs. Jimmy Wang Yang sowie Edge vs. Batista größtenteils beendet sein dürften. Positiv erwähnen möchte ich die Tatsache, dass WWE das Motto des Abends der „Night of Champions“ sehr gut umsetzte, indem man mit Mike Rotundo & Barry Windham, Dean Malenko, Tazz, Ricky Steamboat, Magnum T.A., Tony Garea & Rick Martel, Harley Race sowie John „Bradshaw“ Layfield einige verdiente Champions in der Halle würdigte. WWE setzte mit Vengeance den Trend solider Wrestlingshows nach WrestleMania 23 fort.

Der PPV erreichte ein durchschnittliches Rating von 7.44 Punkten. Im Vergleich mit den WWE-Großveranstaltungen der letzten Monate erreichte man damit auch eine gute Platzierung:

WWE Backlash 2007 (7.83)
WWE Judgment Day 2007 (7.44)
WWE Vengeance 2007 (7.44)

WWE No Mercy 2006 (7.43)
WWE One Night Stand (7.36)
WWE New Year’s Revolution 2007 (7.29)
WWE Royal Rumble 2007 (7.0)
WWE No Way Out 2007 (6.78)
WWE Armageddon 2006 (6.71)
WWE WrestleMania 23 (5.94)
WWE Survivor Series 2006 (5.86)
WWE Cyber Sunday 2006 (4.14)


Der nächste WWE-PPV ist WWE Great American Bash 2007. Dieser WWE-Event findet am 22. Juli 2007 in San Jose, Kalifornien statt.


Am Samstag hatte ich gefragt, wie ihr die Entwicklung der immer häufiger stattfindenden 3 Stunden WWE RAW seht. Hier ist das Ergebnis:

Positiv: 57%
Negativ: 43%



Die aktuelle Umfrage:

Für den WWE SummerSlam 2007 deutet sich eine Beteiligung von Jackass-Mitgliedern beim wichtigen WWE-PPV an. Ist ein Auftritt von Jackass beim WWE SummerSlam aus eurer Sicht positiv oder sollte sich WWE hier eigentlich darauf konzentrieren, einen starken Wrestling-PPV mit den eigenen Angestellten auf die Beine zu stellen???


Vielen Dank für euer Interesse an dieser Kolumne.


Feedback könnt ihr direkt an steve_austin@gmx.at richten.

Ich würde mich freuen, euch am Mittwoch zur nächsten Ausgabe von Gorges‘ Corner begrüßen zu dürfen.
COMING SOON
 
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