Suche:


WWE (World Wrestling Entertainment)

In Kürze
Gründungsjahr:
1952
Hauptsitz:
Stamford, Connecticut, USA
Aufsichtsratschef:
Vincent K. McMahon
Umsatz:
$485.7 Millionen (2007)
Homepage:
Ligaprofil

1948 schlossen sich diverse kleine Indy-Ligen zu einer großen Promotion, der NAWA, zusammen. Allerdings war die NAWA nur dem Namen nach eine Organisation. In Wirklichkeit war sie ein loser Zusammenschluss von Promotern, die einfach nur das schnelle Geld machen wollten.

Einer dieser Promoter war Jess McMahon. Er kam über das Promoten von Boxkämpfen zum Wrestling. Seine ersten Wrestlingshows veranstaltete Jess im Madison Square Garden. Sein Sohn Vince McMahon Sr. arbeitete in den frühen 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts bei Fred Kohlers „Wrestling Champions from Chicago“. Als Jess McMahon 1954 im Alter von 72 Jahren starb, führte Toots Mondt das Geschäft alleine weiter. Erst 1956 entschloss sich Vince Sr., in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und an der Seite von Toots Mondt Wrestlingevents zu promoten. Die erste Veranstaltung unter der Mitwirkung von Vince Sr. fand am 26.11.1956 im Madison Square Garden statt. Die Headliner der Show waren Antonio Rocca und Dick the Bruiser. Die Show schauten sich 10.400 Leute an.

Innerhalb der NWA waren Vince McMahon Sr. und Toots Mondt mit ihrer Promotion „Capitol Wrestling Association“ die erfolgreichsten. Als das Fernsehen für das Wrestling immer bedeutender wurde, war die „Capitol Wrestling Association“ in der Lage, diesen Umstand am besten für sich zu nutzen, denn sie kontrollierte zu dieser Zeit das Wrestling im New Yorker Raum, dem „Fernsehmittelpunkt der Welt“. Ein weiterer Vorteil war, dass sie die meisten der großen Namen im Wrestlingbusiness unter Vertrag hatten.

Anfang 1963 kam es zwischen der „Capitol Wrestling Association“ und der NWA zum Streit, weil sich die anderen Promotions der NWA darüber ärgerten, dass der damalige NWA Champion Buddy Rogers seinen Titel zu selten in anderen Regionen der NWA verteidigte, sondern hauptsächlich bei der „Capitol Wrestling Association“. Eine andere Version besagt, dass sich die „Capitol Wrestling Association“ und die NWA nicht über die umstrittene „One Fall“-Titelverteidigung im Match Buddy Rogers vs. Lou Thez einig wurden. Wie auch immer, 1963 traten sie aus der NWA aus. Obwohl der gerichtliche Name der Organisation weiterhin „Capitol Wrestling Association“ lautete, wurde der Name „World Wide Wrestling Federation“, kurz WWWF, eingeführt. 1973 kehrte die WWWF wieder reumütig in die NWA zurück.

1978 erfolgte dann das endgültige Ende der Zusammenarbeit zwischen der NWA und der WWWF, und die WWWF nannte sich von nun an nur noch WWF. 1982 übernahm Vince McMahon Jr. die WWF von seinem Vater und gründete Titan Sports. Damit begann der Aufstieg der WWF, auch wenn es noch Jahre dauern sollte, bis sie richtig erfolgreich wurde. Vince Jr. setzte sich zum Ziel, aus der WWF die erfolgreichste Promotion in den USA zu machen. Dazu kaufte er erst einmal kleinere Ligen auf. Eine dieser Ligen war World Championship Wrestling, eine kleine Liga aus Georgia. Jedoch wollte keiner der Wrestler dort für Vince McMahon arbeiten, also verkaufte er die WCW ein Jahr später wieder.

Am 7. November 1985 schrieb die WWF Fernsehgeschichte, denn als erste Wrestlingpromotion der Welt veranstalteten sie den ersten Wrestling-Pay-per-View überhaupt: The Wrestling Classics. Ein weiteres Highlight in diesem Jahr war die erste WrestleMania. In den Folgejahren wurde diese Veranstaltung zu einer der erfolgreichsten Veranstaltungen im Wrestlingbusiness überhaupt.

Mit dem Aufstieg der WCW begannen die Probleme der WWE. Immer mehr Zuschauer schalteten um auf die Sendungen der WCW, was nicht zuletzt daran lag, dass viele der bekannten Stars von der WWE abgeworden wurden und fortan für die WCW auftraten. Es kam dann 1995 aufgrund dessen, dass WCW Monday Nitro im gleichen Timeslot gesendet wurde wie WWE Monday Night RAW, zu eine „Krieg der Ratings“. Lange Zeit behauptete sich WCW Monday Nitro ganz oben auf der Hitliste der Zuschauerzahlen.

Die Wende kam mit der so genannten „Attitude-Ära“. Charaktere wie Stone Cold Steve Austin, The Rock, der „fiese“ Vince McMahon, die D-Generation X mit Triple H, Shawn Michaels und Chyna machten fortan die WWE unsicher. Den Fans gefiel was sie sahen und der Zuschauerrückgang konnte gestoppt werden. Von vielen wird diese Zeit heute noch als die beste in der WWE bezeichnet.

Nach dem Untergang der WCW und der ECW hatte die WWE lange Zeit keine Konkurenz. Die Shows, die Storylines und die Matches wurden wieder flacher. Heutzutage ist das Programm mehr denn je auf Entertainment ausgelegt. Zwar gibt es heute in Form von TNA wieder eine kleine Konkurenz, aber wirklich gefährlich kann diese Liga der WWE zumindest derzeit noch nicht werden.
© 1998-2012 BSWW.de. Alle Rechte vorbehalten.