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Abdullah The Butcher

Zur Person
Richtiger Name:
Lawrence Shreeve
Geburtsdatum:
02.11.1936
Ort:
Atlanta, Georgia
Größe:
1,83 m
Gewicht:
163 kg
Homepage:
Karriere in Kürze
Wrestling-Debüt:
1958
Derzeitiger Ringname:
Abdullah The Butcher
Frühere Ringnamen:
Madman from the Sudan
Wildman from the Sudan
Kuroi Jujutsushi (Black Wizzard)
Pussycat Pikens
Zeras Amala
Blade Bourdeaux
Abby
Derzeitige Liga:
Independent
Frühere Ligen:
NWA
NWF
PWF
All Japan
Puerto Rico
WWC
TWA
IWA
Größte Erfolge:
---
Finishing Move:
Running Elbow Drop
Karrierebetrachtung
Der „Madman from the Sudan“, Abdullah the Butcher, ist seinem furchteinflößenden Namen im Verlauf seiner Karriere wohl mehr als gerecht geworden. Schon allein sein Äußeres lässt einem einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Doch wenn man ihn im Ring gesehen hat, weiß man erst wirklich, warum Abdullah diese Beinamen erhalten hat, denn er gilt als einer der blutrünstigsten Wrestler, die je in den Ring gestiegen sind. Man muss bedenken, dass Abdullah the Butcher einer der ersten Männer war, die den Hardcore-Stil bekannt gemacht haben, denn Abdullah hat beinahe 5 Jahrzehnte lang Angst und Schrecken im Ring verbreitet.
Abdullah the Butcher hat es im Verlauf seiner Karriere mit Legenden wie dem Shiek, Bobo Brazil, Buddy Rogers, Harley Race, den Funk Brothers, Carlos Colon, Dusty Rhodes, Jack Brisco, Sting, Cactus Jack und vielen anderen aufgenommen. Offiziell anerkannte Siege in Matches, geschweige denn Titel, bedeuteten Abdullah nicht so viel, wie die Tatsache, schlicht und einfach ein blutrünstiges Match bestritten zu haben. Nur letzteres schien ihn wirklich glücklich zu machen.

Man möchte gar nicht glauben, dass der „Madman from the Sudan“ in Wirklichkeit Kanadier ist und unter dem Namen „Lawrence Shreeve“ geboren wurde. Abdullah the Butcher hat eben von 1958 an stets das gleiche Gimmick benutzt und sich darin richtig „eingelebt“. Dass man Abdullah the Butcher mit keiner bestimmten Promotion assoziiert, liegt daran, dass er nie zu lange in einer Promotion geblieben ist. Vielmehr ist er sein ganzes Leben lang durch die „Territories“ gezogen und hat immer dort für einige Zeit gearbeitet, wo gerade ein furchteinflößender Bösewicht benötigt wurde.

Doch Abdullah the Butcher war nicht nur in Nordamerika unterwegs. Auch in Japan, Puerto Rico, Australien, Neuseeland und Europa wurde er als Heel geschätzt. Während einer Zeit, in der sich die bekannte Wrestling-Szene weitesgehend auf die USA und Kanada beschränkte, war Abdullah the Butcher einer der wenigen, die von sich behaupten konnten, internationale Erfahrung gesammelt zu haben. Nur Andre the Giant und Bruiser Brody sind ungefähr genauso viel herumgekommen wie der Butcher. Seine weit reichenden Sprachkenntnisse kamen Abdullah bei den vielen Reisen zugute. Er sprach Englisch, Spanisch und sogar Japanisch.

Auch wenn ihm Titel nicht die Welt bedeuteten, hat Abdullah trotzdem eine Menge Gold in seiner Karriere gehalten. In Kanada hielt er während der 60er und 70er unter anderem den NWA Canadian Tag Team Title und den NWA North American Heavyweight Title. Letzteren Belt hatte Abdullah schon viermal inne. Mitte der Siebziger gewann er außerdem gleich zweimal den damals als wertvoll geschätzten NWF World Heavyweight Title. Auch in Japan konnte er sich mit Edelmetall schmücken, als er den PWF Heavyweight Title in Giant Babas „All Japan Pro Wrestling“ erringen konnte. In Süd- und Mittelamerika holte er sich den Puerto Rican Heavyweight Title, den Caribbean Heavyweight Title, den WWC Universal Heavyweight Title und sogar den NWA United National Heavyweight Title. 1996 holte sich Abdullah noch den TWA Tag Team Title – und das ca. 40 Jahre nach seinem Ring-Debut!

Obwohl er niemals offiziell seinen Rücktritt vom Wrestling verkündet hat, muss man bedenken, dass Abdullah the Butcher mittlerweile über 60 Jahre alt ist. In letzter Zeit ist er nur noch selten im Ring zu sehen gewesen, doch auch Abdullah the Butcher scheint jemand zu sein, der sich nicht ganz vom aktiven Wrestling im Ring lösen möchte, vergleichbar mit Terry Funk. Auch wenn Abdullah the Butcher nie der große Techniker im Seilgeviert gewesen ist, kann man mit Sicherheit behaupten, dass er viel für das Wrestling-Business getan hat.

Text: Christian Heintz
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