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Alex Wright

Zur Person
Richtiger Name:
Alex Wright
Geburtsdatum:
17.05.1975
Ort:
Nürnberg, Deutschland
Größe:
1,91 m
Gewicht:
104 kg
Homepage:
Karriere in Kürze
Wrestling-Debüt:
1994
Derzeitiger Ringname:
Alex Wright
Frühere Ringnamen:
Berlyn
Derzeitige Liga:
--
Frühere Ligen:
WCW
CWA
Größte Erfolge:
WCW TV Champion (1)
WCW Cruiserweight Champion (1)
WCW Tag Team Champion (1)
Finishing Move:
Hangman's Neckbreaker
Karrierebetrachtung
Alex Wright ist mit Sicherheit der bekannteste Wrestler aus deutschen Landen. So schaffte es der Nürnberger bei World Championship Wrestling (WCW) gar zum Television, Tag Team und Cruiserweight Champion.

Wright ist ein Wrestler der zweiten Generation. Sein Vater, der Engländer Steve Wright, betrieb diese Sportart bereits vor ihm und auch sein Bruder Bernard Wright stieg in den Ring. Durch seinen Vater lernte Alex von Kindesbeinen an die Ausbildung als Ringer bzw. Wrestler kennen. Als die Wrights 1991 eine Wrestlingshow der Catch Wrestling Association (CWA) in Wuppertal besuchen wollten, befand der Promoter Peter William Alex mit seinen 16 Jahren allerdings zu jung für die Show. Dies hatte zur Folge, dass Vater und Sohn eine improvisierte Wrestling-Show hinlegten, die William so sehr begeisterte, dass er Wright nicht nur in die Show ließ, sondern ihm auch gleich einen Vertrag anbot. Somit wurde Wright zum jüngsten Pro-Wrestler Deutschlands.

Zwei Jahre später wurde die WCW während ihrer Deutschland-Tour auf den Nürnberger aufmerksam und nahmen ihn unter Vertrag. Wright trainierte im WCW Power Plant und schaffte es als Babyface unter dem Namen “Das Wunderkind” ins Hauptroster. Bei seinem Pay-Per-View-Debüt bei Starrcade 1994 konnte er gar Jean Paul Levesque besiegen, der später unter dem Namen Triple H noch unglaubliche Erfolge feiern sollte. So blieb Wright in der WCW auch etwa ein Jahr ungeschlagen, bis er schließlich bei Slamboree 1995 vom Television Champion Arn Anderson in einem Match um den Titel besiegt wurde.

Dank der Partnerschaft der WCW mit New Japan Pro Wrestling (NJPW) nahm Wright an deren Best Of The Super Juniors Tournament teil und belegte hierbei den dritten Platz (Sieger wurde Pegasus Kid, besser bekannt als Chris Benoit).

Nachdem er Brian Pillman beim Great American Bash 1995 besiegen konnte, legte sich Wright mit Dean Malenko an, dem er allerdings bei Clash of the Champions im Januar 1996 unterlag. Es folgte eine Fehde gegen Dick Slater, doch Wright hatte bei Uncensored 1996 erneut das Nachsehen; auch in einem Tag Team Match bei der nächsten Veranstaltung Slamboree verlor Wright an der Seite von Disco Inferno gegen Slater und dessen Partner Earl Robert Eaton.

Aufwind sollte für Wright ab dem Sommer 1997 kommen, als man begann, ihn als Heel zu pushen. Im Juli konnte er sich den WCW Cruiserweight Championship bei Nitro von Chris Jericho sichern und ihn bei Road Wild 1997 erfolgreich gegen ihn verteidigen, verlor ihn bei Nitro aber wieder an Jericho. Nichtsdestotrotz konnte sich Wright acht Tage später bei Clash of The Champions den WCW Television Title von Ultimo Dragon sichern, welchen er im September aber wieder an Disco Inferno verlor.

Wright begann darauf eine Fehde mit Steve McMichael, nachdem dessen Valet Debra ihn zugunsten von Wright verlassen hatte. Nachdem Wright McMichael mit der Unterstützung Goldbergs bei Halloween Havoc 1997 besiegen konnte, unterlag er diesem im Rückmatch bei World War 3.

Wright schloss sich im Jahre 1998 mit Disco Inferno zusammen und gemeinsam bildeten sie das Tag Team “Dancing Fools”, zu dem gelegentlich auch der japanische Wrestler Tokyo Magnum gehörte, der versuchte, den Tanzstil der beiden zu imitieren. Die Dancing Fools fehdeten mit The Public Enemy (Johnny Grunge & Rocco Rock), gegen die sie bei Road Wild 1998 verloren.

Wright machte von sich reden, als er sich als den besten aus Europa stammenden Wrestler der WCW bezeichnete, doch der British Bulldog hatte hier ein Wörtchen mitzureden. So fehdeten die Dancing Fools gegen den Bulldog und dessen Partner Jim Neidhart, doch die Dancing Fools verloren einmal mehr bei Fall Brawl 1998.

Es folgte eine kurze Fehde gegen Fit Finlay, da Wright ihm die Schuld dafür gab, dass Finlay die Karriere seines Vaters beendet habe. So konnte sich Wright bei Halloween Havoc 1998 gegen den Iren durchsetzen.

Im Jahre 1999 trat Wright eine Zeit lang nicht im WCW-TV auf. Im Mai kehrte er schließlich mit einem neuen Gothic-Gimmick und unter dem Namen “Berlyn” zurück und weigerte sich strikt, in seinen Promos Englisch zu sprechen. Der Zwischenfall an der Columbine High School machte der WCW aber einen Strich durch die Rechnung und so wurde Berlyn eine Zeit lang zurückgehalten. So kehrte Berlyn Ende August zurück, doch so recht konnten sich die Fans nicht mehr mit ihm anfreunden.

Da sich Buff Bagwell weigerte, sich bei Wrights Rückkehr für ihn hinzulegen, ging er sogar so weit, dass er seinen Flug verpasste. So wurde “Hacksaw” Jim Duggan als Ersatz genommen, der die Aktionen Wrights allerdings überhaupt nicht verkaufte, doch das Match ging an Wright. Mit The Wall bekam Berlyn einen Leibwächter an die Seite gestellt. Nachdem Wright sein Match gegen Brad Armstrong bei Halloween Havoc 1999 verloren hatte, attackierten die beiden den Sieger gemeinsam.

Im Oktober sollte es ein Turnier um den vakanten WCW Championship geben, doch Wright verlor gleich in der ersten Runde gegen Vampiro. Mit dieser Niederlage wollte sich Berlyn allerdings nicht zufrieden geben und so sorgte er für eine Niederlage Vampiros in der nächsten Runde gegen Buff Bagwell. Dies gipfelte in einem Dog Collar Match bei Mayhem 1999, in dem Wright unterlag, nachdem The Wall gegen ihn geturnt war.

Nach einer weiteren Auszeit kehrte Wright im September 2000 zur WCW zurück und tat sich mit seinem alten Partner Disco Inferno (der sich nun “Disqo” nannte) und Konnan zu den “Boogie Knights” zusammen. Die drei fehdeten gegen die Tag Team Champions, die Natural Born Thrillers (Sean O’Haire & Mark Jindrak), doch in einem Triangle Match, in das auch die Filthy Animas (Rey Mysterio Jr. & Billy Kidman) involviert waren, konnten sich die Champions durchsetzen. Nachdem Disqo aufgrund einer Verletzung nicht mehr antreten konnte, ersetzt ihn Wright durch General Rection, um bei Millenium Germany 2000 den Titel zu holen, den er allerdings an der Seite von Elix Skipper nur vier Tage später an Chuck Palumbo & Shawn Stasiak verlor.

Wright sicherte sich daraufhin die Hilfe von KroniK (Brian Adams & Bryan Clark), um mit deren Hilfe andere Cruiserweights aufzumischen. Bei Mayhem 2000 trat er an deren Seite in einem 3 on 2 Handicap Match gegen Rey Mysterio und Billy Kidman an, doch seine Partner ließen ihn im Stich und er verlor.

Disqo kehrte wenig später von seiner Verletzungspause zurück und somit waren die Boogie Knights wiedervereinigt. Sie konnten aber keine nennenswerten Erfolge mehr vorweisen, als die WCW 2001 schließlich von der WWF aufgekauft wurde. Wright, der nicht direkt bei der WCW angestellt war, sondern einen Vertrag mit AOL / Time Warner hatte, wurde von der WWF nicht übernommen.

Nach nur noch wenigen Auftritten in Deutschland zog sich Wright 2003 endgültig vom aktiven Wrestling-Geschehen zurück und lehnte auch zwei angebotene WWE-Verträge ab mit der Begründung, dass er sich ausgebrannt fühle.

Seit 2007 führt Wright seine “Pro Wrestling School” in Nürnberg, in der er als Trainer arbeitet. Um diese zu bewerben, legte er für die GWP im gleichen Jahr noch einen Auftritt hin, doch er erklärte, dass er nicht an ein aktives Comeback denke.

(Text: Niklas Schier)

Stand: August 2008
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