Godfather
Zur Person
Richtiger Name: Charles Wright
Geburtsdatum: 16.05.1961
Ort: Las Vegas, Nevada
Größe: 1,98 m
Gewicht: 145 kg
Homepage:
Karriere in Kürze
Wrestling-Debüt: 16.09.1989
Derzeitiger Ringname: Godfather
Frühere Ringnamen: Goodfather Kama Mustafa Papa Shango Soultaker Rocky Las Vegas Sir Charles
Derzeitige Liga: ---
Frühere Ligen: WWE CWA Independent
Größte Erfolge: WWE Intercontinental Champion (1) WWE World Tag Team Champion (1) WWE Hardcore Champion (1)
Finishing Move: Pimp Drop
Karrierebetrachtung
The Soultaker, Papa Shango, Supreme Fighting Machine, Kama Mustafa, The Godfather... Gimmicks hatte Charles Wright genug; er ist sozusagen das Chameleon in der Welt des Wrestlings.
Zum Wrestling fand Wright Ende der 80er-Jahre, als Freunde ihm sagten, er solle auf Grund seiner Größe und Statur doch professioneller Wrestler werden. Einmal darauf gestoßen, begann er tatsächlich darüber nachzudenken und durchstöberte alte Wrestlingmagazine, wo er eine Anzeige für Larry Sharpe's Monster Factory fand – eine Wrestlingschule in New Jersey. Nach Touren durch Japan und auch Deutschland trat Charles Wright unter dem Namen "The Soultaker" in der USWA auf, wo er 1989 Jerry Lawler besiegte und neuer Unified-Champion der in Memphis beheimateten Promotion wurde.
1992 debütierte Wright als "Papa Shango" in der WWE, die damals noch als World Wrestling Federation bekannt war. Mit diesem Gimmick verkörperte er einen Voodoo-Priester, komplett mit Robe, Hut, einem zum Totenkopf geschminkten Gesicht und diversen Voodoo-Utensilien wie einem Stab oder einem rauchenden Schädel. Vor allem bei Kindern war der gruselige Papa Shango ein gefürchteter Mann. Bei WrestleMania VIII am 5. April 1992 mischte sich der Voodoo-Priester in den Mainevent zwischen Hulk Hogan und Sid Justice ein und sorgte somit für eine Disqualifikation. Der Ultimate Warrior kam dem Hulkster zu Hilfe, und so entwickelte sich eine Fehde zwischen Papa Shango und dem Warrior, in deren Verlauf Shango seinen "Voodoo-Zauber" einsetzte und so beispielsweise eine Flüssigkeit aus den Augen des früheren WWE-Champions laufen ließ. Beim SummerSlam desselben Jahres schlug Papa Shango Tito Santana. Im November '92 erhielt er sogar ein Titelmatch gegen WWE-Champion Bret "Hitman" Hart, gegen den er jedoch im Sharpshooter aufgeben musste.
Im folgenden Jahr, 1993, wurde Papa Shango an die USWA ausgeliehen, wo er als Soultaker schon mal den Titel gewonnen hatte (s.o.). Abermals wurde er nun durch einen Sieg über Jerry Lawler USWA-Champion, verlor den Titel allerdings wieder an den ebenfalls von der WWE ausgeliehenen Owen Hart.
Erst 1995 kehrte Charles Wright in die WWE zurück, dieses Mal aber unter anderem Gimmick, nämlich als "Kama the Supreme Fighting Machine". Als solcher trat er der Million Dollar Corporation von Ted DiBiase bei und begann eine Fehde mit dem Undertaker, dem er in einer Reihe von Sarg-Matches unterlegen war, unter anderem beim SummerSlam.
Nach einer erneuten Auszeit tauchte er 1997 wieder bei World Wrestling Entertainment auf; nun nannte er sich aber "Kama Mustafa" und wurde Mitglied bei der Nation of Domination. Mit der Nation im Rücken legte sich Kama mit Ahmed Johnson, Ken Shamrock und der Legion of Doom an, schaffte es in der Gruppierung aber nie wirklich weit nach oben.
Folglich wurde erneut über einen Gimmickwechsel nachgedacht, diesmal mit mehr Erfolg: Charles Wright wurde Ende 1998 zum "Godfather", einem Zuhälter mit der Catchphrase "Pimpin' ain't easy". Da mit Val Venis jemand in der WWE war, der ein Pornodarsteller-Gimmick verkörperte, lag es nahe, den Godfather in ein Tag-Team mit diesem zu stecken. Die beiden nannten sich "Supply & Demand", blieben allerdings nicht lange zusammen – eine durchaus vorteilhafte Entscheidung für Charles Wright, wie sich herausstellen sollte: Durch einen Sieg über IC-Champion Goldust gewann der Godfather nämlich den Intercontinental-Titel der WWE, den er wenige Tage später bei Backlash auch noch erfolgreich gegen selbigen verteidigte. Bei der folgenden Großveranstaltung, Over the Edge, sollte der Godfather eigentlich in einem IC-Titelmatch gegen Blue Blazer Owen Hart in den Ring steigen, dieser verunglückte bei der Veranstaltung jedoch auf tragische Weise tödlich. Der Godfather verlor seinen Titel schließlich eine Woche später an Owens guten Freund Jeff Jarrett.
Im Sommer 2000 wurde der Godfather Mitglied der Heel-Gruppierung namens "Right to Censor", die es sich zum Ziel setzte, alles Anrüchige und Anstößige in der WWE zu zensieren. Die WWE hatte das Gimmick ins Leben gerufen, um dem Parent's Television Council eins auszuwischen, mit dem die damalige Federation zu der Zeit im Clinch lag. Der Godfather, der sich nun "Goodfather" nannte, bildete innerhalb der Gruppierung ein Tag-Team mit Kollege Bull Buchanan, mit dem er durch einen Sieg über die Hardy Boyz bei der Raw-Episode vom 6. November 2000 Tag-Team-Champion der Promotion wurde. Die beiden verloren die Gürtel einen Monat später bei Armageddon an Edge & Christian.
Nach dem Ende der Gruppierung war Charles Wright im Jahr 2002 noch ein letztes Mal als Godfather in der WWE unterwegs, bevor er von der Company entlassen wurde. Sein Geld verdient er nun als General Manager des Cheetahs Gentlemans Club in Las Vegas. Bei Vengeance, am 26. Juni 2005, hatte er noch mal einen Gastauftritt. 2007 zog er Viscera auf seine Seite, als er ihn vor die Wahl stellte, entweder Lillian Garcia oder die Mädels aus seinem "Haarem". Bei der Hochzeit von Teddy Long und Kristal hatte der Godfather ebenfalls einen kleinen Auftritt.
(Text: Christian Heintz)
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